6.1. LiquiditätsplanungDie systematische Steuerung der Finanzen und Liquidität ist eine zentrale Managementaufgabe. Ziel ist die jederzeitige Gew&Bitte beachten Sie auch folgenden Artikel: 1.) Liquidität und Risiko Kurzfristiges Vermögen/ Formen der Liquidität Liquidität 1. Grades: „Barliquidität“ umfasst die sofort verfügbaren Geldmittel des Unternehmens, bestehend aus Bank- und Kassenguthaben Liquidität 2. Grades: „Liquidität auf kurze Sicht“
umfasst neben den Bank- und Kassenguthaben auch die kurzfristigen Forderungen vor allem aus Lieferungen und Leistungen Liquidität 3. Grades: „Liquidität auf mittlere Sicht“ umfasst zusätzlich zu den vorgenannten Barvermögen und Forderungen noch Vorräte, die mittelfristig liquidierbar sind, also zu Geld gemacht werden können Grundsätze Das gesamte kurzfristige Vermögen sollte immer größer sein als die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen (Verbindlichkeiten), wobei die jeweiligen Auszahlungstermine zu berücksichtigen sind Die Höhe der „Barliquidität“ ist am Risikoprofil eines Unternehmens auszurichten, insofern reicht die alleinige Orientierung der Liquidität an „Bestandsgrößen“ und „normalen“ Geschäftsentwicklungen nicht aus Risiken Jedes subjektiv wahrgenommene Risiko kann monetär, also mit einem Geldbetrag, sowie einer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet werden. Hinweis: viele Risiken lassen sich nicht oder nur ungenügend durch Versicherungen abdecken. Danach ist zu unterscheiden zwischen Bagatell- und Elementarrisiken. Elementarrisiken sind mögliche Ereignisse, die den Bestand eines Unternehmens unmittelbar gefährden. Hierzu zählen insbesondere einzelne Forderungsausfälle, mitunter auch Rechtsstreitigkeiten (um Patente, Lizenzen) und auch auslaufende Verträge. Die Summe der Elementarrisiken ist durch verfügbares (Eigen-)Kapital (Bankguthaben) mindestens in gleicher Höhe abzusichern. Für Bagatellrisiken eigen sich z.B. Kontokorrentkredite von Banken, die kurzfristig ausgeglichen werden können. Beispiel 1 Eine Presseagentur mit guter Marktpositionierung und soliden Zahlen (über Jahre konstante Umsätze und leichte Gewinne) finanzierte Investitionen ins Sachanlagevermögen aus dem Kontokorrent der Hausbank, der ab da kontinuierlich an der oberen Grenze ausgelastet wurde. Die unterjährige Bilanz zeigte danach vereinfacht folgendes Bild: ![]()
Theoretischer Ansatz Horizontale Kapital-Vermögensstruktur-Regel Die „Goldene Finanzregel“ besagt, dass die Fristigkeit der finanziellen Mittel mit der Fristigkeit ihrer Verwendung übereinstimmen soll. Dies wird in finanztheoretischer Hinsicht als Mindestanforderung angesehen. Die „Goldene Bilanzregel“ verlangt wiederum generell die Fristenübereinstimmung zwischen Investition (Aktivseite der Bilanz) und Finanzierung (Passivseite der Bilanz) unter Einhaltung bestimmter Relationen zwischen Vermögens- und Kapitalarten. So wird beispielsweise in der engsten Fassung festgelegt, dass das Anlagevermögen durch Eigenkapital zu finanzieren sei. Vertikale Kapitalstrukturregel Die vertikale Kapitalstrukturregel formuliert die Anforderungen an die Zusammensetzung der finanziellen Mittel. Zum Beispiel in der engsten Fassung, dass Fremdkapital immer Eigenkapital in gleicher Höhe gegenüberstehen sollte. In einer weiteren Fassung hingegen wird für Industrieunternehmen gar eine EK-Quote von 60% verlangt. Paradoxon Trotz Einhaltung dieser Regeln gehen immer wieder Unternehmen pleite, während Firmen, die sich nicht an diesen Regeln orientieren, nicht zwangsläufig von Insolvenz bedroht sind. Insofern sind detailliertere Ansätze notwendig.
Die reinen Finanzierungsregeln sind im Kontext sich schnell ändernder Märkte, spezifischer Risiken und der Ertragslage eines Unternehmens zu definieren. In Abhängigkeit vom jeweiligen Risikoprofil eines Unternehmen ist immer eine genügend große Barliquidität vorzuhalten (Faustregel für KMU: dauerhaft mindestens in Höhe eines halben Monatsumsatzes). Das bilanzielle Eigenkapital lässt sich durch „kosmetische Eingriffe“ manipulieren, der Kontostand aber nicht! In Abhängigkeit vom Risikoprofil eines Unternehmens sollten langfristige Kapitalbindungen (z.B. Finanzierung einer Immobilie) äußerst kritisch betrachtet werden, da verlässliche Planungen länger als für 3 bis 5 Jahre im voraus kaum machbar und viele derartige Investitionen nicht betriebsnotwendig.
Identifizierung und Management von Risiken
z.B. Liquiditätsplanung, Finanzcontrolling und Bankreporting
Analyse und Beantragung von öffentlichen Zuschüssen und auch Förderdarlehen
Bonitätseinschätzungen von Kunden, Übernahme des Mahnwesens, Lieferantenverhandlungen etc.
Erarbeitung einfacher Planungs- und Steuerungssysteme, Erarbeitung Steuerungsmethodik und Umsetzung
Identifizierung von Kosteneinsparungspotenzialen und deren Umsetzung
E M P F E H L U N G: Einführung der Position eines “Liquiditätsmanagers”!!!
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