Arbeitsrecht: Unterlassungsanspruch wegen Foto des Arbeitnehmers auf der Arbeitgeber-Homepage

bei uns veröffentlicht am29.09.2009

Rechtsgebiete

Zusammenfassung des Autors

Arbeitnehmer muss nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Löschung eines auf der Homepage des Arbeitgebers veröffentlichten Fotos verlangen - BSP Rechtsanwälte - Anwältin für Arbeitsrecht Berlin

Das - zumindest stillschweigend - erklärte Einverständnis eines Arbeitnehmers damit, dass der Arbeitgeber auf seiner Homepage ein am Arbeitsplatz aufgenommenes Foto des Arbeitnehmers veröffentlicht, erlischt nicht ohne Weiteres automatisch im Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, sofern der Arbeitnehmer nicht ausdrücklich Gegenteiliges erklärt hat.

So entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln im Rechtsstreit eines Arbeitnehmers. Dieser hatte nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb von seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Änderung von dessen Homepage verlangt. Er verlangte die Löschung eines Fotos der Betriebsräume, auf denen er zu sehen war. Das LAG wies seine Klage jedoch ab. Die Richter sahen keine Anspruchsgrundlage für das Löschungsverlangen. Das Foto auf der Homepage diene reinen Illustrationszwecken. Es habe keinen auf die individuelle Person des Arbeitnehmers Bezug nehmenden Inhalt. Der Arbeitnehmer sei auf dem Foto quasi nur „Beiwerk“ (LAG Köln, 7 Ta 126/09).

Gesetze

Gesetze

1 Gesetze werden in diesem Text zitiert

Gesetz über den Lastenausgleich


Lastenausgleichsgesetz - LAG

Artikel zu passenden Rechtsgebieten

Artikel zu sonstiges

Arbeitgeber: Übernahme einer Rückzahlungsverpflichtung bei Studiengebühren ist lohnsteuerpflichtig

07.05.2015

Übernimmt der neue Arbeitgeber die Verpflichtung des Arbeitnehmers, die Studiengebühren an diesen zurückzuzahlen, führt dies zu Arbeitslohn.
sonstiges

Arbeitgeber: Sachbezugswerte für 2017 stehen fest

11.12.2016

Die Sachbezugswerte für 2017 stehen nach der Zustimmung des Bundesrats fest - BSP Rechtsanwälte - Anwältin für Arbeitsrecht Berlin
sonstiges

Arbeitsrecht: Spruch zu Arbeitnehmerbeschwerden verpflichtet den Arbeitgeber

05.03.2007

Ein Spruch der betrieblichen Einigungsstelle, mit dem die Berechtigung einer Beschwerde von Arbeitnehmern festgestellt wird, verpflichtet den Arbeitgeber, geeignete Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen - BSP Rechtsanwälte - Anwältin für Arbeitsrecht Berlin
sonstiges

Personalakte: Abmahnung wegen einmaliger Verspätung ist nicht gerechtfertigt

01.12.2016

Kommt ein Arbeitnehmer einmalig ein paar Minuten zu spät zur Arbeit, darf er deshalb nicht sofort abgemahnt werden.
sonstiges

Arbeitsrecht: Abordnung von Wachkräften des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen

23.10.2014

Ein bei dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Stasi gemeldeter Mitarbeiter kann auch gegen seinen Willen zum Bundesverwaltungsamt abgeordnet werden - BSP Rechtsanwälte - Anwältin für Arbeitsrecht Berlin
sonstiges