Arzthaftungsrecht: Arzthaftung wegen versäumter Desinfektion vor Setzen einer Injektion

bei uns veröffentlicht am10.12.2010

Rechtsgebiete

Zusammenfassung des Autors
OLG-Naumburg-Urteil vom 20.08.2009 - BSP Bierbach, Streifler & Partner PartGmbB
Das OLG Naumburg hat mit dem Urteil vom 20.08.2009 (Az: 1 U 86/08) entschieden:

Vor einer Injektion im Hals-Schulter-Bereich ist die betroffene Hautstelle des Patienten gründlich (z. Bsp. bei Verwendung eines Desinfektionssprays durch Besprühen, anschließendes Wischen und erneutes Sprühen einer nachfolgenden mindestens dreißig Sekunden anhaltenden Einwirkzeit) zu desinfizieren. Dies gilt auch beim notärztlichen Einsatz in einem häuslichen Umfeld.

Bei einem so genannten "Quaddeln" ist eine vorherige Desinfektion der Hände des behandelnden Arztes oder das Anlegen von Einweg-Handschuhen erforderlich.

Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 € bei einem groben Behandlungsfehler (vollständiges Unterlassen einer Desinfektion vor einer Injektionsbehandlung durch eine Notärztin, Folge: Blutvergiftung

Artikel zu passenden Rechtsgebieten

Artikel zu Arzthaftungsrecht

Zahnarzt: Schmerzensgeld für ein zu großes Implantat

26.03.2014

Bei sechstägigen starken Nervenschmerzen und einer dauerhaften Gefühlsbeeinträchtigung im Behandlungsbereich, ist ein Schmerzensgeld von 5.000 EUR angemessen.
Arzthaftungsrecht

Aufklärungsfehler: Krankenhausbetreiber schuldet bei nicht rechtzeitiger Aufklärung Schadenersatz

18.11.2008

Rechtsberatung zum Gesundheitsrecht - BSP Bierbach, Streifler & Partner PartGmbB
Arzthaftungsrecht

Krankenhaus: Pflicht zur Zahlung von Schmerzensgeld für Verletzung durch ungeschicktes Einschieben in Krankenwagen

18.11.2008

Rechtsanwalt für Arzthaftungsrecht - S&K Rechstanwälte in Berlin-Mitte
Arzthaftungsrecht

Arzthaftungsrecht: Keine Ablehnung des Sachverständigen wegen Vorbefassung

10.12.2010

OLG Frankfurt a.M.-Beschluss vom 02.07.2010 - BSP Bierbach, Streifler & Partner PartGmbB
Arzthaftungsrecht

Arztrecht: Arzt muss vor OP über seltenes, aber folgenschweres Risiko umfassend aufklären

09.11.2012

zur Aufklärungspflicht des Zahnarztes über die Gefahr einer dauerhaft verbleibenden Nervschädigung-OLG Koblenz vom 06.07.12-Az:5 U 496/12
Arzthaftungsrecht