Gewährleistungsrecht: Werkmangel: Bei fehlender Integration in Gesamtwerk ist funktionstüchtiger Teil mangelhaft

bei uns veröffentlicht am01.11.2008
Zusammenfassung des Autors
Rechtsanwalt für Baurecht - S&K Rechstanwälte in Berlin-Mitte

Ein Werk, das nach Herstellung Teil einer bereits vorhandenen Anlage werden soll, ist auch dann mangelhaft, wenn es zwar für sich genommen ordnungsgemäß funktioniert, jedoch mit der vorhandenen Anlage nicht so zusammenpasst, dass eine sachgerechte Gesamtfunktion gewährleistet ist.

Daher sei nach Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Naumburg die Störmeldeanlage einer gesondert hergestellten Pumpstation mangelhaft, wenn sie zwar Funktionsstörungen per SMS an die Bereitschaftstechniker melde, ihr Datenübermittlungsprotokoll jedoch nicht mit demjenigen des zentralen Störmeldeerfassungssystems der Abwasseranlage des Auftraggebers kompatibel sei und deswegen deren Störmeldungen nicht von dem zentralen Störmeldeerfassungssystem empfangen werden können (OLG Naumburg, 2 U 125/07).

Artikel zu passenden Rechtsgebieten

Artikel zu Gewährleistungsrecht

Baurecht: Nachbesserung: Eindeutige und endgültige Verweigerung der Nachbesserung

09.12.2008

Rechtsanwalt für Baurecht - S&K Rechstanwälte in Berlin Mitte

Baumangel: Unterschreiten der allgemein anerkannten Regeln der Technik

26.03.2014

Haben Gäste-WC und Flur eines Einfamilienhauses keine getrennten Heizkreise, liegt ein Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik und damit ein Mangel vor.

Baumangel: Ist die Nutzung beeinträchtigt, ist der Mangel wesentlich

23.10.2014

Ob ein Mangel wesentlich ist und eine Verweigerung der Abnahme rechtfertigt, hängt von den Umständen des Einzelfalls, insb. von der Art und dem Umfang des Mangels ab.