4.2 Geschäftsführeruntreue

23.06.2010
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Rechtsanwalt für Wirtschaftsstrafrecht - BSP Bierbach, Streifler & Partner PartGmbB
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird nach § 283 Abs. 1 Nr. 1 StGB bestraft, wer bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit Bestandteile seines Vermögens, die im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse gehören, beiseite schafft oder verheimlicht oder in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechenden Weise zerstört, beschädigt oder unbrauchbar macht. Täter der Vorschrift kann nur sein, wer als vertretungsberechtigtes Organ handelt. Bei einer GmbH kann der Geschäftsführer Täter sein, wenn er Vermögensbestandteile der GmbH vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens beiseite schafft.

Beim Beiseiteschaffen wird verlangt, dass der Täter dies wenigstens auch im Interesse der Gesellschaft tut. Handelt der Täter allein aus eigenem wirtschaftlichen Interessen ist nicht einheitlich geklärt, ob dies die Strafbarkeit des § 283 Abs. 1 Nr. 1 StGB auslöst oder ein Fall der Untreue nach § 266 StGB vorliegt.


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