Düsseldorfer Tabelle: Neufassung zum 1.1.2009

27.01.2010

Rechtsgebiete

Autoren

Rechtsanwalt für Familienrecht


Familienrecht, Erbrecht, Ehescheidung - Streifler & Kollegen
EnglischDeutsch
Rechtsanwalt für Familienrecht - S&K Rechtsanwälte in Berlin-Mitte
Die Düsseldorfer Tabelle enthält Leitlinien für den Unterhaltsbedarf von Unterhaltsberechtigten. Sie wurde zum 1.1.2009 geändert, weil sich nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen (Familienleistungsgesetz) zum Jahreswechsel die steuerlichen Kinderfreibeträge und das Kindergeld geändert haben.

Der Tabelle liegt die Annahme zugrunde, dass der Schuldner gegenüber drei Berechtigten (einem Ehegatten und zwei Kindern) unterhaltspflichtig ist. Wo diese Annahme im Einzelfall nicht zutrifft, weil beispielsweise nur ein Kind zu versorgen ist, erfolgt in der Praxis eine Einstufung in die nächsthöhere Einkommensgruppe.

Zu berücksichtigen ist, dass die Tabelle nicht den Zahlbetrag angibt. Ausgewiesen ist vielmehr der monatliche Unterhaltsbedarf. Der Zahlbetrag ergibt sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen). Für das erste und zweite Kind beträgt das Kindergeld derzeit 164 EUR, für das dritte Kind 170 EUR, ab dem vierten Kind 195 EUR.

 

 

Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen

Altersstufen in Jahren

Prozent-satz

Bedarfskontroll-betrag

 

 

0-5

6-11

12-17

ab 18

 

 

 

Alle Beträge in EUR

1.

bis 1.500

281

322

377

432

100

770/900

2.

1.501 – 1.900

296

339

396

454

105

1.000

3.

1.901 – 2.300

310

355

415

476

110

1.100

4.

2.301 – 2.700

324

371

434

497

115

1.200

5.

2.701 – 3.100

338

387

453

519

120

1.300

6.

3.101 – 3.500

360

413

483

553

128

1.400

7.

3.501 – 3.900

383

438

513

588

136

1.500

8.

3.901 – 4.300

405

464

543

623

144

1.600

9.

4.301 – 4.700

428

490

574

657

152

1.700

10.

4.701 – 5.100

450

516

604

692

160

1.800

 

ab 5.101

Nach den Umständen des Falls



Lesen Sie auch "Düsseldorfer Tabelle ab dem 1. Januar 2008: Mehr Geld für Kinder"



Andere Veröffentlichungen

134 Artikel relevant zu diesem Artikel

134 Artikel zum Rechtsgebiet: Familienrecht.

Erbrecht: Testamentsvollstrecker muss unverzüglich Nachlassverzeichnis vorlegen

28.02.2009

Rechtsanwalt für Familienrecht und Erbrecht - BSP Bierbach, Streifler & Partner PartGmbB

Aktuelle Gesetzgebung: Stärkung der Rechte von Vätern durch Änderungen beim Sorgerecht

18.07.2012

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf zur Reform der elterlichen Sorge nicht verheirateter Eltern beschlossen.

Erbrecht: Unauffindbares Testament ist nicht ungültig

31.05.2017

Wird ein Testament nach dem Erbfall von den Erben nicht mehr gefunden, ist es allein deshalb nicht ungültig.

Erbrecht: Sind Abfindungen des Arbeitgebers vererblich?

30.08.2007

Rechtsberatung zu Familienrecht und Erbrecht durch die Rechtsanwälte S&K in Berlin Mitte

Familienrecht: Aktuelle Gesetzgebung: Der Versorgungsausgleich wird neu gefasst

31.03.2009

Rechtsanwalt für Familienrecht und Erbrecht - BSP Bierbach, Streifler & Partner PartGmbB

Erbrecht: Vollstreckung von rückgeforderter Arbeitslosenhilfe gegen den Erben

01.10.2015

Die Agentur für Arbeit kann Forderungen gegen den Erblasser aus einem bestandskräftigen Verwaltungsakt nicht durch Haftungsbescheid gegenüber den Erben geltend machen.

Erbrecht: Erkennbarkeit des Erben

25.04.2017

Es ist nicht erforderlich, dass der Erblasser den Erben mit Namen im Testament nennt. Er muss den Erben aber so benennen, dass dieser zuverlässig festgestellt werden kann.

Familienrecht: Hausratsverordnung – Voraussetzungen für die Zuweisung eines Hundes nach der Scheidung

14.07.2019

Kann einer der Ehepartner nach einer Scheidung nicht nachweisen, dass er Eigentümer oder zumindest Miteigentümer des Hundes ist, kann er ihn von dem anderen Ehepartner nicht herausverlangen – BSP Rechtsanwälte – Anwalt für Familienrecht Berlin