Schufa: Bedarf es einer Regulierung von Auskunfteien

bei uns veröffentlicht am25.05.2015

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Rechtsanwalt Dirk Streifler - Partner

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Zusammenfassung des Autors
Ein negativer Schufa-Eintrag – sei er auch unberechtigt – kann schnell zur Handlungsunfähigkeit in vielen Lebensbereichen führen.
Unsere Schufa-Bonitätsauskunft oder die abrufbaren Creditreform-Informationen haben erheblichen Einfluss auf unser Privat- und Geschäftsleben. Ein negativer Schufa-Eintrag – sei er auch unberechtigt – kann dabei schnell zur Handlungsunfähigkeit in vielen Lebensbereichen führen.

Die Befürworter dieser und ähnlicher Bewertungssysteme sagen, dass Auskünfte darüber mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Verbraucher seine Rechnungen tatsächlich zahlen wird, unerlässlich seien für einen funktionierenden Geschäftsverkehr. Kritiker der Auskunfteien wollen diesen jedenfalls nicht zu viel Macht im Alltag einräumen. Klar ist, dass Daten transparent, nachvollziehbar und objektiv sein müssen. Neben dem Wohnort, dürften Alter, Geschlecht, Religion oder auch Gesundheitsdaten bei der Erfassung jedenfalls keine Rolle spielen.

Die Politik arbeitet sich seit längerem und immer wieder an der Thematik ab. Gefordert wird mit einigem Recht eine genauere Kontrolle durch die Datenschutzbehörden und zeitgenaue Löschungen bei kritischen Einträgen. Spätestens mit dem Ende der Verhandlungen über die EU-Datenschutzreform wird ein Handeln der Bundesregierung unerlässlich sein.

Doch auch schon heute gibt es Möglichkeiten gegen negative Eintragungen in den gängigen Auskunfteien vorzugehen; wir beraten Sie hierzu gerne.

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